Mittwoch, 20. Juli 2011

Freitag, 15.07.11 ging unser Flug.
Als erstes von Frankfurt nach Dubai, dann nach ein paar Stunden Aufenthalt weiter nach Durban.
Auf dem Flug nach Durban saß ein taubstummer Mann neben mir. So seltsam es erst einmal klingt, wir haben uns den ganzen Flug über unterhalten(also natürlich mit einigen Pausen). In Zeichensprache, mithilfe kleiner selbstgemalter Bildchen und dem Aufschreiben von spanischen, englischen oder französischen Worten.  Ich weiß dadurch, dass er mir seinen Reisepass gezeigt hat, dass er aus Spanien kam(deshalb Spanisch, auch wenn ich es nicht kann).Er war sehr nett und das Ganze hat echt Spaß gemacht, vor allem wenn man so etwas vorher noch nie gemacht hat!!
Als wir in Durban ankamen war es bereits dunkel und es regnete. Nachdem wir unseren Mietwagen geholt hatten, musste Mama erst mal  mit dem Linksverkehr klarkommen, sodass wir einmal falsch abgebogen sind und als Geisterfahrer dann schnell wieder drehen mussten. - Das war echt knapp!
Ich musste dann an dem Abend noch in drei Tankstellen gehen und nach dem Weg zu unserem Guest House fragen, weil unser Navi nur eine falsche Adresse kannte.
Aber als wir dann endlich da waren haben wir gemerkt, dass es sich gelohnt hat, weil wir direkt von unserem Zimmer aus auf den indischen Ozean blicken konnten. Einfach nur super!
Man konnte gleich die salzige Meeresluft riechen und das Rauschen der Wellen hören.

Samstag, 16.07. fuhren wir los Richtung Greytown. Dies ist die nächstgelegene „Stadt“ von Hermannsburg. In einer Unterkunft in der Nähe werden wir jetzt eine Woche lang schlafen. Die Gegend hier sieht teilweise eher aus als wäre man im Harz oder in der Toskana. Dann aber auch wieder ganz anders. Es ist sehr gebirgig und es wachsen hier Kakteen und selten auch mal eine Palme.  Ansonsten keine Steppe oder Savanne oder so, sondern  viel Grünzeug.  Am Straßenrand sitzen ab- und zu mal ein paar Affen.  Und manchmal sieht man hier sogar Seen.
Wir haben herausgefunden, dass es hier in der Nähe auch ein „Braunschweig“, ein „New Hanover“ und ein „Lüneburg“ gibt. Alles durch die Kolonialzeit, weil hier in der Gegend mal Deutsche hin ausgewandert sind.  Ansonsten ist man hier echt am A**** der Welt! Es gibt so gut wie garnichts! Das wird bestimmt erst mal  sehr ungewohnt , aber alle, die wir hier treffen sagen, es wird mir hier gefallen. Ich denke, wir nutzen die restliche gemeinsame Zeit noch, um ein paar Ausflüge zur Erkundung der Umgebung zu machen und dann geht’s bald los mit der Schule!!

Gestern, also am Dienstag waren wir noch einmal am Meer. Es war tolles Wetter, aber etwas kalt, weil es in der Nacht davor gefroren hat. Dort haben wir auch das Café gefunden, in dem ich gerade sitze, es hat freies W-Lan. 
Ich habe immer noch nicht wirklich realisiert, dass ich wirklich hier bin und auch noch bleibe! Jede Nacht träume ich, als wäre ich noch zu Hause und wenn ich dann aufwache muss ich in der ersten Sekunde erstmal checken, wo ich eigentlich bin!
Wir haben im Badezimmer unserer Unterkunft eine Mitbewohnerin. Es ist eine Spinne und ich habe sie Henriette getauft. Wahrscheinlich denkt ihr jetzt, dass Henriette eher zu einem Huhn, als zu einer Spinne passen müsste, aber Henriette ist ungefähr so groß wie ein Huhn!! ; )

Heute morgen haben wir uns das Schulgelände das erste Mal angeguckt. Es ist relativ groß.
Ihr könnt euch das ganze unter diesem link auch einmal ansehen: http://hmbschool.co.za/


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